Freiraum für Freizeit
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Simulation: So soll ein Serviced Apartment im Berliner Bauprojekt »Living 106« der Peach Property Group im Sommer 2010 aussehen. Foto: promo |
Serviced Apartments, eine Mischung zwischen Hotelzimmer und klassischer Wohnung, sind zunehmend beliebt. Anders als das herkömmliche Hotelzimmer verfügen sie über abgetrennte Wohn- und Schlafbereiche sowie eine Küche. Jedoch bieten sie ihrem Bewohner Serviceleistungen wie Putzdienst, Reinigung, Verpflegung und vieles mehr. Ein Concierge empfängt Gäste und nimmt Post und andere Zustellungen entgegen. Serviced Apartments werden vor allem von Geschäftsleuten bewohnt, aber auch von Senioren und jungen Leuten, die den Komfort schätzen.
Carsten Sellschopf, Berliner Niederlassungsleiter der Hochtief Projektentwicklung, geht davon aus, dass es rund 3400 Serviced Apartments in Berlin gibt – der Großteil davon in Hotels. Denn die expandierten immer mehr in diese Richtung. Während der klassische Hotelbereich rückläufig sei, seien Serviced Apartments aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen wie der zunehmenden Mobilität, mehr Projektarbeit, beruflichen Übergangsphasen und Unternehmensumzügen immer mehr gefragt. Das jüngste Hochtief-Projekt, das zweite Adina Apartment Hotel in Berlin, eröffnet am 9. November. Ein drittes ist laut Adina-Sprecher Reiner Siebers für 2010 am Hackeschen Markt geplant. Ein komplett ausgestattetes 45-Quadratmeter-Apartment kostet 125 Euro pro Nacht. Hier wohnen unter der Woche Geschäftsleute und Tagungsteilnehmer, am Wochenende vor allem Städtereisende.
4200 Euro pro Quadratmeter kann ein Apartment in der Chausseestraße kosten
Es gibt aber auch immer mehr Gebäudekomplexe mit Serviced Apartments, die keinem Hotel zuzuordnen sind. Verdat Erguen, Vertriebsleiter der Peach Property Group in Deutschland, schätzt solche Immobilien in Berlin auf etwa sechs. Eigentümer sind neben Bewohnern auch Kapitalanleger, die die Apartments vermieten. Das Schweizer Immobilienunternehmen baut gerade das „Living 106“ in Berlin-Mitte. Bis zum Sommer 2010 sollen hier 54 Serviced Apartments und 22 Wohnungen entstehen – eingerichtet mit edlen Möbeln und ausgestattet mit Designerküchen. Die Apartments in der Chausseestraße 106 kosten zwischen 3600 und 4200 Euro pro Quadratmeter. „Diese Lösungen werden immer beliebter, wir sind mit dem richtigen Projekt zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagt Thomas Wolfensberger, Geschäftsführer der Peach Property Group.
Das Unternehmen sucht Servicemitarbeiter
Geschäftsführer: Gabriele Szeszkat,
Maike Freifrau von Thermann
Adresse: Stuhmer Allee 8 b,
14055 Berlin
Mitarbeiter: 24
Telefon: 030 / 26 07 97 90
Web: www.gamma-my.de
Den Service stellen nicht die Bauherren selbst, sondern externe Unternehmen wie Gamma & My. Der Berliner Dienstleister ist verantwortlich für den Service in den zwei Apartmenthäusern des Beisheim Centers am Potsdamer Platz. Flexibel und schnell sollen die individuellen Wünsche der Kunden erfüllt werden. Eine Limousine holt den Bewohner kurzfristig vom Flughafen ab. „Unsere Kunden lieben so einen Service“, sagt die Geschäftsführerin Gabriele Szeszkat. „Wir experimentieren mit Dienstleistungen, die im Ausland normal sind. Zum Beispiel ‚Dogwalking’ kannte man hier vor paar Jahren gar nicht.“ Viele der Bewohner kämen aus dem Ausland und hätten einen Zweitwohnsitz in Berlin. Ein Viertel der Bewohner lebt hier jedoch dauerhaft – darunter ältere, die den Service schätzen, und junge Leute, die viel arbeiten und die übrig bleibende Freizeit optimal nutzen wollen.
Young-Sim Song
Aus der Ausgabe 11 / 2009

