Auf den besten Plätzen

Immer mehr Unternehmen buchen zur Kontaktpflege VIP-Tickets für Sportveranstaltungen. Das emotionale Erlebnis verbindet die Gäste. Die Preise variieren stark – je nach Sportart
VIP-bereich bei Hertha BSC: Ein guter Ort, um Geschäfts- und Kundenkontakte zu pflegen Foto: City-Press Berlin/promo

Besser als ein Essen in einem vornehmen Restaurant: Um Kundenkontakte zu pflegen, den eigenen Mitarbeitern eine Freude zu machen oder neue Geschäftspartner kennenzulernen, buchen viele Unternehmen VIP-Angebote für Sportereignisse. Die großen Sportclubs der Stadt – ob Hertha BSC, 1. FC Union, Eisbären, Füchse, Alba Berlin oder Berlin Recycling Volleys – bieten verschiedene VIP-Pakete an, je nach Anlass und Größe des ­Geldbeutels. „Die Nachfrage von Unternehmen nach solchen VIP-Tickets ist bei uns in den vergangen Jahren stetig gestiegen“, sagt Christian Jäger, Abteilungsleiter von Sportfive bei Hertha BSC. Gebucht wird in der Regel ein festes Kartenkontingent an Tickets für eine ­Saison. Doch es gibt auch auch Tageskarten.

Ein VIP-Ticket bedeutet einen besonderen Service beim Spiel. Dazu gehören ein bequemer Stadion­sitz mit gutem Blick aufs Spielfeld sowie ein Tisch im VIP-Bereich mit kaltem und warmem Buffet. Getränke werden serviert. Einlass ist meist bereits anderthalb Stunden vor dem Spiel, und auch nach Abpfiff gibt es Zeit zum Essen, Austausch und Kennenlernen.

Bei den Basketballern können sich VIP-Kunden Alba-Schals mit eigenem Firmenlogo bestellen oder ein Treffen mit einem Spieler buchen. „Wir versuchen immer, für die Unternehmen etwas Besonderes auf die Beine zu stellen“, sagt Michael Wrulich von den Füchsen. So gibt es bei den Handballern zu Beginn eine Begrüßung durch den Geschäftsführer, anschließend Hintergrundinformationen zur Geschichte der Füchse. Je nach Wunsch ist auch eine Führung durch die Max-Schmeling-Halle inklusive Blick in die Kabinen möglich: „Wer will, kann bei uns vor dem Spiel sogar selbst auf dem Parkett ein 7-Meter-Werfen mit seinen Gästen veranstalten.“

Adressen
| Berlin Basketballteam |
Cantianstraße 24 | 10437 Berlin
Telefon: 030 | 300 90 50
Web: www.albaberlin.de
Leiter Ticketing und Hospitality
Wolfram Bierstedt
Telefon: 030 | 30 09 05-31
wolfram.bierstedt@albaberlin.de

Füchse Berlin
Markgrafenstraße 34 | 10117 Berlin
Telefon: 030 | 20 91 68 76
Web: www.fuechse-berlin.de
Manager Vertrieb Michael Wrulich
Telefon: 030 | 20 91 68 82
michael.wrulich@ufasports.com

Berlin Recycling Volleys
SCC Volleyball Marketing GmbH

Glockenturmstraße 3–5
14053 Berlin
Telefon: 030 | 48 82 56 70
Web: www.berlin-recycling-volleys.de
Leiter der Geschäftsstelle
Matthias Klee
Telefon: 030 | 48 82 56 70
matthias.klee@berlin-recycling-volleys.de

Hertha BSC
Hanns-Braun-Straße
Friesenhaus 2 | 14053 Berlin
Telefon: 030 | 300 92 80
Web: www.herthabsc.de
Abteilungsleiter Sportfive
Christian Jäger
Telefon: 030 | 30 09 28 21
christian.jaeger@sportfive.de

1. FC Union Berlin
An der Wuhlheide 263 | 12555 Berlin
Telefon: 030 | 65 66 88-0
Web: www.fc-union-berlin.de
Teamleiter Marketing Jörg Taubitz
Telefon: 030 | 65 66 88 29
joerg.taubitz@fc-union-berlin.de

EHC Eisbären Berlin
Q 207 | Friedrichstraße 76
10117 Berlin
Telefon: 030 | 971 84 00
Web: www.eisbaeren.de
Marketing Manager Lothar Radü
Telefon: 030 | 97 18 40 24
radue@eisbaeren.de

Wie viel ein VIP-Angebot kostet, hängt von der Sportart ab. Fußballspiele sind immer etwas teurer. „Das liegt daran, dass Fußball unter den Sportarten in Deutschland in jeder Hinsicht eine Ausnahmestellung einnimmt“, sagt Matthias Klee, Leiter der Geschäftsstelle der Berlin Recycling Volleys. So kostet eine VIP-Tageskarte der Volleyballer zwischen 75 und 100 Euro pro Person, bei Alba Berlin sind es 60 bis 260 Euro. Ein VIP-Tagesticket bei Hertha BSC kostet rund 300 Euro, bei Top-Spielen sogar 350 Euro. Günstiger wird es, wenn man ein Kontingent für eine gesamte Saison bucht, bei Hertha für 2200 bis 12 000 Euro pro Person. Einen weiteren Preisunterschied macht die Exklusivität. Wer mit seinen geladenen Gästen abgeschirmt von anderen VIP-Gästen sitzen möchte, zahlt für ­einen separaten Bereich etwas mehr. Weniger kostet ein Tisch im gemeinschaftlichen VIP-Raum, in dem verschiedene Unternehmen mit ihren Gästen Tisch an Tisch sitzen, um sich auszutauschen. „Das ist gerade für neue Unternehmen in der Stadt interessant“, sagt Andreas Ullmann vom Marktforschungsinstitut Sport+Markt. „Über eine Saison kann sich aus den regelmäßigen Kontakten bei jedem Spiel eine echte Geschäftsbeziehung entwickeln.“ Der Vorteil von Sportereignissen bestehe darin, eine ungezwungene Atmosphäre zu schaffen, ganz anders als im Konferenzraum des eigenen Unternehmens oder am Restauranttisch. „Es gibt ein Geschehen, über das man sich miteinander unterhalten kann. So findet man schnell einen gemeinsamen Nenner“, sagt Ullmann. 

„Ich nehme regelmäßig Kunden mit zu den Spielen von Union“, sagt Mike Schieferdecker, der als Geschäftsführer der Firma Sonnenschutz.de R.A.M.M. GmbH seit anderthalb Jahren das VIP-Angebot des 1. FC Union Berlin nutzt: „Es ist jedes Mal ein ganz besonderes Erlebnis, und es hat sich noch kein ­Kunde beschwert. Vielmehr fragen sie, ob sie nicht noch einmal mitkommen können“. Klaus Siegers, Vorstandsvorsitzender der Weberbank, ist als VIP-Kunde von Hertha BSC ebenfalls zufrieden mit dem Angebot: „Für uns gilt zum einen das Bekenntnis zu Berlins Fußballmannschaft Nummer eins. In den VIP-Bereichen wird darüber hinaus das Netzwerk zwischen den Gästen auf vielfältige Weise gefördert. Dieser aktive Austausch passt zu uns als Berliner Privatbank, die großen Wert auf den persönlichen Kontakt legt.“

Lara Sogorski
redaktion@berlin-maximal.de


Aus der Ausgabe 12 / 1 / 2012

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