Jede Menge los

Prost Neujahr

Sie planen Silvester noch nicht im Juli? Dann lesen Sie die B-max-Tipps für Kurzentschlossene
Silvester am Brandenburger Tor: Wer hier feiern möchte, sollte spätestens um 20 Uhr da sein, danach wird's voll. Foto: ddp

Natürlich könnte man Silvester in einer verschneiten Berghütte in den Alpen verbringen. Oder am pulverigen Sandstrand von Mauritius. Könnte man. Wenn man denn spätestens im Frühjahr gebucht hätte. Wer das versäumt hat, muss trotzdem nicht klagen. Skifahren und in der Sonne aalen macht auch im Februar Spaß. Und für Silvester gibt es wundervolle Alternativen. Mitten in Berlin.

Goldene Zwanziger

Das Ritz-Carlton am Potsdamer Platz lässt in der Silvesternacht das glamouröseste und amouröseste Berliner Jahrzehnt wieder aufleben. „Golden Twenties“ lautet das Motto der Silvestergala im Großen Ballraum. In Anwesenheit von Marlene Dietrich, die das Wachsfigurenkabinett Madame Toussauds zur Verfügung stellt, wird geschlemmt, getrunken – und getanzt. Ein Vier-Gang-Silvestermenü und ein Late-Night-Buffet nach Mitternacht stimulieren den Gaumen, die Live-Band bringt Schwung in Beine und Hüften. Um 19.00 Uhr geht`s los, die Kosten betragen 295 Euro pro Person. Darin sind ein Glas Willkommens- und ein Glas Mitternachts-Champagner enthalten, außerdem Wein, Bier und antialkoholische Getränke. Infos: www.ritzcarlton.com

Tafeln oder Tanzen

Iranischer Kaviar, kanadischer Hummer, Boef à la Mode – wem jetzt das Wasser im Mund zusammenläuft, der sollte den letzten Tag des Jahres im InterContinental Berlin verbringen. Diese und mehr Köstlichkeiten serviert der Küchenchef des hauseigenen Restaurant Hugos. Sieben Gänge erwarten den Gast, dazu erlesene Getränke und ein wundervoller Blick über Berlin. Beginn ist um 19.00 Uhr, der Preis pro Person beträgt 445 Euro. Wer gerne schlemmt aber noch lieber tanzt, kommt im Interconti ebenfalls auf seine Kosten. Sowohl in der Marlene Bar als auch im Wintergarten und im gläsernen Pavillon steigen Partys, teils mit Live-Musik und Feuerwerk und immer inklusive Champagnerempfang. Und weil man zum Tanzen Energie benötigt, werden auch in den Partyzonen Leckereien angeboten. Die Preise der drei Veranstaltungen betragen zwischen 65 und 225 Euro pro Person. Infos: www.berlin.intercontinental.com

Massenparty im Freien

Die Feier zum Jahreswechsel am Brandenburger Tor ist so berühmt, dass sie es tags darauf regelmäßig in die Tagesschau schafft. Das ist allerdings noch lange kein Grund, nicht einmal selbst hinzugehen. Und dass die größte Silvestersause Berlins nur etwas für Touristen sei, ist ebenfalls Unsinn. Wer also keine Angst vor einer Million Menschen hat, die sich auf der rund zwei Kilometer langen Strecke zwischen Brandenburger Tor und Siegssäule tummeln, wird mit einem XXL-Event belohnt. Abgesehen vom größten Feuerwerk der Stadt bietet die Open-Air-Party Showeinlagen auf mehreren Bühnen, Lichtanimationen, Kulinarisches und Alkoholisches sowie Disco unter freiem Himmel. Die Meile öffnet bereits am 30. Dezember um 12.00 Uhr. So früh muss man zwar nicht kommen, will man den Countdown kurz vorm Jahreswechsel miterleben. Erfahrungsgemäß ist ein Einlass an Silvester nach 20.00 Uhr allerdings kaum noch möglich. Dafür ist der Eintritt kostenlos. Infos www.silvester-berlin.de

Silvester-Blues

Über die Blue Man Group muss man nicht viele Worte verlieren. Seit mehr als vier Jahren treten die drei alienhaften Blau-Männer samt Band in Berlin auf, etliche Hauptstädter haben das Spektakel schon einmal erlebt. Ein Besuch im Bluemax Theater, wo die Gruppe regelmäßig gastiert, ist also kein spezielles Silvester-Vergnügen. Aber es spricht auch nichts dagegen, sich am Jahreswechsel Töne um die Ohren hauen zu lassen, die aus so reizvollen Klangkörpern wie dem „Backpacktubulum“ oder dem „PVC-Instrument“ kommen. Die Shows finden um 17.00 und um 20.00 Uhr statt und kosten 70,89 bzw. 82,39 Euro pro Person.

Klassik in der Manege

Das Tempodrom Berlin stellt den Jahreswechsel zwar unter das Motto „Zunkunftsmusik“, beweist aber, dass sich schon im Jahr 2008/2009 klassische Musik und Akrobatik aufs Beste ergänzen: Anlässlich des diesjährigen Silvesterkonzerts treten das Deutschen Symphonie-Orchester, die Sopranistin Measha Brueggergosman und die Artisten des Zirkus Roncalli auf. Einlass ist um 18.00 Uhr, der Preis pro Person beträgt zwischen 19,10 und 94,50 Euro. Infos: www.tempodrom.de

Tropicana Salsa

Vor 50 Jahren, am 1. Januar 1959, siegte die kubanische Revolution und jagte den Diktator Batista aus dem Land. Für die Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba e.V. ist das ein guter Grund, ein rauschendes Fest zu feiern. Wer mitfeiern will: In der Kleinen Arena im Tempodrom lassen Bands wie Luis Enrique y su gente oder Joaquin la Habana & Ensemble ein Stück Tropicana in Berlin aufleben. Außerdem haben sich der aus Havanna stammende DJ Mambo One und die deutsch-kubanischen Hip-Hoper
Leberschadencrew & El Lapis angesagt. Bevor die Rhytmen die Temperatur steigen lassen, wird ein Film gezeigt, später gibt es eine Tombola. Und für zwischendurch, zur Stärkung und zur  Abkühlung, empfiehlt sich das Buffet. Einlass ist um 19.00 Uhr. Der Preis beträgt 37 Euro inkl. Begrüßungscocktail und einem Glas Sekt um Mitternacht. Infos: www.fg-berlin-kuba.de

Ballnacht

Silvester und Superlative – das passt gut zusammen. Und deshalb steigt im Palais am Funkturm auch nicht irgendein Silvesterball, sondern der „Große Silvesterball“. Der nach eigenen Angaben größte und charmanteste Ballsaal Berlins bietet Platz für zwei Tanzflächen und drei Bands – und für ein Buffet, das Liebhabern der italienischen Küche ebenso munden dürfte wie Asia-Fans. Ein Auszug aus der Speisekarte: Süppchen von Kokos und grünem Curry mit kleinen Garnelen, Tilapiafilet auf Pak Choi in Soja Sauce, Orecchiete mit Borlotti Bohnen und Strauchtomaten in nativem Olivenöl. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Wer spätestens eine halbe Stunde später da ist, erhält einen Begrüßungssekt. Der Preis beträgt 85 Euro pro Person inklusive einer Verlosung. Infos: www.capital-catering.de

Nacht der Stars

Im Neuköllner Hotel Estrel ist es Tradition, den Wechsel ins neue Jahr glamourös zu feiern. Und deshalb gibt es selbstverständlich auch in diesem Jahr wieder eine große Silvester-Show-Gala mit Sekt-Aperitif, Gala-Buffet, Live-Musik, Feuerwerk und Highlights aus „Stars in Concert“. Einlass ist ab 18.30 Uhr. Die Kosten betragen zwischen 166 und 188 Euro pro Person, inkl. Wein, Bier und alkoholfreien Getränken.
Wer das komplette Programm von „Stars in Concert“ erleben möchte, sollte sich für die um 22.30 Uhr beginnende Show im Estrel Festival Center anmelden. Im Preis von 108 Euro pro Person sind ein Begrüßungscocktail, Berliner Currywurst, Mitternachtssuppe sowie Wein und Bier enthalten. Nach der Vorstellung der Künstler sorgt ein DJ für Stimmung. Infos: www.estrel.de

Live-Schlemmen

Derzeit sind Live-Koch-Stationen groß in Mode. Auch das Mövenpick Hotel setzt auf die Faszination, die Köche bei der Arbeit auslösen. Zu Silvester bereiten sie im Restaurant Hof zwei nach dem Champagnerempfang unter anderem Austern mit einer Variation von traditionellen und modernen Garnituren, Rindertatar verfeinert mit Spirituosen oder vietnamesische Garnelen aus dem Wok zu. Zwar gibt es zusätzlich ein Buffet mit gebratenem Rinderrücken oder mamorierter Schokoladen-Mousse. Viel anregender isst es sich aber nach einem netten Plausch mit dem Live-Koch. Und weil „live“ auch musikalisch prickelnder ist als Konserve, spielt eine Band in die Nacht der Nächte hinein. Los geht es um 19.00 Uhr. Der Preis beträgt pro Person 120 Euro. Infos: www.moevenpick-berlin.com

It`s funky

Sie rühmt sich, die „zweitgrößte Party der Stadt“ zu sein: die Silvesterfeier in der Kulturbrauerei. Tatsächlich haben die Gäste eine Auswahl zwischen mehr als zehn Clubs, 16 Tanzflächen, 31 DJs und so ziemlich allen Musikstilen, die es gibt (R&B, Schlager, House, Elektro, Rock, Indie, Funk & Soul...). Kurz vor Mitternacht sollte man die Clubs allerdings verlassen, um auf dem Innenhof gemeinsam in den Countdown einzustimmen und das Feuerwerk zu bestaunen. Einlass ist ab 19.00 Uhr. Der Preis pro Person beträgt 25 Euro im Vorverkauf (plus Gebühr). Infos: www.kulturbrauerei-berlin.de

Disco

Es waren einmal die 80er Jahre. Und das heißeste, was es damals gab, hieß: Disco. Heiß wird es sicher auch den Gästen der „Freiheit 15“ in Köpenick. Denn hier lautet das Motto zu Silvester: „hey disco“. Getanzt wird – ganz im Stil der Achtziger – zu Schlager, Rock und Pop. Der Eintritt kostet 20 Euro im Vorverkauf und 25 Euro an der Abendkasse. Im Preis ist ein Glas Prosecco zur Begrüßung enthalten. Infos: www.freiheit15.com

Der Tag danach

Zuletzt noch ein Tipp für den Neujahrstag: Die „Konzerte zum Neuen Jahr“ in der Komischen Oper Berlin sind dieses Mal ungarisch. Neben dem Orchester der Komischen Oper spielt das Hungarian Folk Quartet unter anderem „Die lustige Witwe“, „Die Csárdásfürstin“ oder „Ungarische Tänze“. Die Konzerte finden am 1. Januar um 16.00 und um 20.00 Uhr statt, außerdem am 30. Dezember um 20.00 Uhr. Die Karten kosten zwischen 8 und 64 Euro pro Person.

Sabine Hölper


Aus der Ausgabe 10 / 2008

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