Deutschlandreise
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Barockes Lichtermeer: Die Frauenkirche gesellt sich wieder zu Ständehaus, Hofkirche und Residenzschloss. Dresden erstrahlt in seinem alten Glanz. Foto: dpa |
Dresden
Wer für ein paar Tage ins Hotel Schloss Eckberg einzieht, kann zwar die Frauenkirche und den Zwinger nicht zu Fuß erreichen, darf dafür aber einen phantastischen Blick auf die Stadt genießen. Doch nicht nur die Lage des 1859 im Tudorstil erbauten Schlosses ist einmalig, auch die romantische Parkanlage ist eine Augenweide.
01099 Dresden
Telefon: 0351 / 80 99-0
Web: www.schloss-eckberg.de
Restaurant Lesage in der Gläsernen Manufaktur
Adresse: Lennestraße 1–3,
01069 Dresden
Telefon: 0351 / 420 42 50
Web: www.glaeserne-manufaktur.de
Blue Note Jazzclub und Bar
Adresse: Görlitzer Straße 2 b,
01099 Dresden
Telefon: 0351 / 801 42 75
Web: www.jazzdepartment.com
Sächsische Staatsoper Dresden
Adresse: Theaterplatz 2,
01067 Dresden
Telefon: 0351 / 491 10
Web: www.semperoper.de
Nach einer Führung durch die Gläserne Manufaktur, in der der VW-Phaeton entsteht, genießt man am besten die handgemachten internationalen Speisen im Restaurant Lesage. (Tipp: Die Führung frühzeitig buchen.)
Wer der Meinung ist, die Nacht sei nicht zum Schlafen da, findet zu (fast) jeder Stunde im Jazzclub Blue Note Gleichgesinnte. An Wochentagen dreht sich der Plattenteller (Funk, Soul, Swing, Rock&Roll ...) bis fünf Uhr morgens, am Wochenende oft noch länger. Und damit die Kehle nicht austrocknet, gibt es eine respektable Whisky-Auswahl.
Musikliebhaber sollten es nicht dabei belassen, die Semper-Oper zu besichtigen, sondern unbedingt auch eine Vorstellung besuchen. Das Opernhaus ist nicht nur eine architektonische Schönheit, auch die Akustik ist an jedem der 1300 Sitzplätze hervorragend. Im April stehen unter anderem „Die Zauberflöte“, „Turandot“ und „Parsifal“ auf dem Programm.
Eine Fahrt mit der Schwebebahn kann man nicht nur in Wuppertal machen. Auch in Dresden gibt es eine nach dem System von Eugen Langen konstruierte Hängebahn. Die Fahrt ist amüsant und vermittelt zudemWissenswertes. Oben, im Stadtteil Oberloschwitz, angekommen, hat man einen wunderbaren Blick auf die Elbbrücke „Blaues Wunder“, eine weitere Sehenswürdigkeit der Stadt.
Hamburg
Das kleine Aussen Alster Hotel liegt ganz in der Nähe derselben. Das ist nicht nur der exponierten Lage wegen erwähnenswert, sondern auch, weil hier das Segelboot der Inhaberfamilie liegt, das die Gäste nutzen können. Ein weiterer Pluspunkt des 3-Sterne-Superior-Hauses ist der Garten: Unter Bäumen schmeckt das Frühstück doppelt gut.
20099 Hamburg
Telefon: 040 / 24 15 57
Web: www.aussenalster.eu
Turnhalle
Adresse: Lange Reihe 107,
20099 Hamburg
Telefon: 040 / 28 00 84 80
Web: www.turnhalle.com
Nachtasyl im Thalia
Adresse: Alstertor 1,
20095 Hamburg
Telefon: 040 / 32 81 42 07
Web: www.thalia-theater.de
Operettenhaus Hamburg
Adresse: Spielbudenplatz 1,
20359 Hamburg
Telefon: 01805 / 44 44
Web: www.stage-entertainment.de
Im Szenebezirk St. Georg liegt das Restaurant Turnhalle. Wo im 20. Jahrhundert die Schülerinnen einer Mädchenschule Leibesertüchtigung betrieben, freuen sich die Gäste heute über sautierte Lammchops oder King Prawns am Gemüsespieß. Wer anschließend noch das „marmoriere Schokoladenmalheur“ probiert, sollte am nächsten Morgen ein paar Turnübungen machen.
Ist die Vorstellung im Thalia Theater ausverkauft, lohnt auch ein Besuch der Bar des Hauses. In der Woche finden in dem Wohnzimmerclub im 60er-Jahre-Stil Premierenfeiern des Theaterensembles, Lesungen und kleine Konzerte statt, an den Wochenenden treffen sich hier die Hamburger zum gepflegten Loungen.
Seit das Musical Cats 1986 seine deutsche Erstaufführung im Operettenhaus Hamburg hatte, ist die Hansestadt eine erfolgreiche Musical-Metropole. Das Udo Jürgens-Musical „Ich war noch niemals in New York“, trägt maßgeblich zum Erfolg bei.
Mit 2453 Brücken übertrifft Hamburg sogar Venedig und Amsterdam. Grund genug für einen Bootsausflug, sei es nun eine Alsterrundfahrt, eine Fleetfahrt oder eine Tour über die Alsterkanäle. Lohnend ist außerdem ein Rundgang durch die HafenCity. Auf einer Fläche von 157 Hektar entsteht hier eine Stadt in der Stadt, mit Wohnhäusern, Büros, Einzelhandel, Kultur – und dem Leuchtturmprojekt Elbphilharmonie.
Leipzig
Marmor, goldene Torbögen, hohe Decken und Kristallkronleuchter: Das luxuriöse Hotel Fürstenhof hat die Ausstrahlung eines klassischen patrizischen Palastes. Und auch der 650 Quadratmeter große Wellnessbereich hält höchsten Ansprüchen stand.
Das Essen wird fast zur Nebensache, wenn man an einem Tisch des Restaurants Panorama Tower – Plate of Art in der 29. Etage des City-Hochhauses Platz genommen hat. Die Aussicht auf Leipzig ist grandios. Besonders empfehlenswert ist es, etwas früher am Abend zu kommen, um bei einem Aperitif die untergehende Sonne und die aufgehenden Lichter der Stadt zu sehen.
04105 Leipzig
Telefon: 0341 / 14 00
Web: www.starwoodhotels.com
Panorama Tower – Plate of Art
Adresse: Augustusplatz 9,
04109 Leipzig
Telefon: 0341 / 710 05 90
Web: www.panorama-leipzig.de
Paris Syndrom in der Galerie für Zeitgenössische Kunst
Adresse: Karl-Tauchnitz-Straße 9–11,
04107 Leipzig
Telefon: 0341 / 14 08 10
Web: www.gfzk-online.de
Thomanerchor
Adresse: Hillerstraße 8,
04109 Leipzig
Telefon: 0341 / 984 42 11
Web:
www.leipzig-online.de/thomanerchor
Tagsüber ein Café, abends eine Bar: Im „Paris Syndrom“ kann man sich (fast) rund um die Uhr wohlfühlen und inspirieren lassen. Das Café gehört zur Galerie für Zeitgenössische Kunst und ist selbst ein Kunstprojekt: Alle paar Jahre gestaltet ein anderer Künstler die Räume. Die aktuelle Einrichtung stammt von Jun Yang.
Der Thomanerchor ist nur ein halbes Jahrhundert jünger als die Stadt Leipzig selbst und damit ihre älteste kulturelle Einrichtung. Fast 800 Jahre Chorgeschichte sollten sich die Leipzig-Besucher nicht entgehen lassen. Die Termine der Konzert-Veranstaltungen werden im Internet veröffentlicht.
Für Kunstinteressierte ist die Leipziger Baumwollspinnerei ein Muss. In der ehemaligen Fabrikstadt haben sich mittlerweile über 100 Kreative und Künstler angesiedelt. Auch Neo Rauch und andere bekannte Namen der Neuen Leipziger Schule haben hier ihre Ateliers. 14 Galerien und Ausstellungsflächen zeigen die Werke internationaler Künstler.
Köln
Das 1904 von der Kolpingbruderschaft errichtete Gebäude des Hopper Hotel St. Antonius beherbergte noch bis 1997 wandernde Gesellen. Die heutige 4-Sterne-Unterkunft hat eine künstlerische Note. Die Fotografien suchte im Übrigen Professor L. Fritz Gruber, Initiator der Messe Photokina, aus.
50668 Köln
Telefon: 0221 / 16 60-0
Web: www.hopper.de
Le Moissonnier
Adresse: Krefelderstraße 25,
50670 Köln
Telefon: 0221 / 72 94 79
Web: www.lemoissonnier.de
Elektra Musikbar
Adresse: Gereonswall 12–14,
50668 Köln
Web: www.elektrabar.de
Musical Dome
Adresse: Goldstraße 1,
Breslauerplatz, 50668 Köln
Telefon: 0221 / 577 90
Web: www.musical-dome.de
Mit seinen 18 Gault-Millau-Punkten und einem Meister der außergewöhnlichen, französischen Küche – Eric Menchon – am Herd, gilt das Le Moissonnier nicht nur als eines der besten Restaurants Deutschlands. Es ist auch eines der schönsten. Dafür sorgen das 20er-Jahre-Design mit zahlreichen Art Deco Accessoires, romantisches Kerzenlicht und eigenwilliges Geschirr.
Wenn die Elektra Musikbar am späten Nachmittag öffnet, kann man ganz in Ruhe ein Bier oder einen Whisky trinken und dazu in Mode- und Musik-Magazinen blättern. Doch je später der Abend, desto voller wird das Haus. Denn ab 22.00 Uhr legen DJs Elektronisches vom Feinsten oder Kuriositäten wie etwa polnische Filmmusik aus den 50er Jahren auf.
Auch ein Besuch des Musical Dome lohnt sich. Schön ist das blaue Riesen-Zelt am Rhein zwar nicht. Aber im Inneren wird heftig gelacht, denn seit Januar steht beißender britischer Humor auf dem Programm: „Monty Python`s Spamalot – das schrägste Musical der Welt“ ist dort zu Gast.
Ein Muss ist der Kölner Dom und seit August 2007 gibt es noch einen Grund mehr, das gotische Bauwerk zu besuchen: das 113 Quadratmeter große, vom Kölner Künstler Gerhard Richter gestaltete Fenster. Scheint die Sonne durchs Mosaik, ist das Farbspiel beeindruckend. Auch ein Stadtspaziergang durchs Belgische Viertel lohnt sich: Hier zeigt sich Köln von seiner schönsten Seite.
München
Das Hotel Mariandl versprüht echten Altbau-Charme: Die Gäste schlafen unter Kronleuchtern, betten ihre Kleider in Antiquitäten und wandeln auf Dielenböden. Auch der „Frühstücksraum“ im Erdgeschoss ist eine Besonderheit: Gespeist wird in Münchens ältestem Konzert-Café aus dem Jahr 1899.
80336 München
Telefon: 089 / 552 91 00
Web: www.mariandl.com
Yum Thai Kitchen & Bar
Adresse: Utzschneiderstraße 6,
80469 München
Telefon: 089 / 23 23 06 60
Web: www.yum-thai.de
Loretta Bar
Adresse: Müllerstraße 50,
80469 München
Telefon: 089 / 23 07 73 70
Haus der Kunst
Adresse: Prinzregentenstraße 1,
80538 München
Telefon: 089 / 21 12 71 13
Web: www.hausderkunst.de
Wer gut thailändisch essen will, ist im Restaurant Yum Thai genau richtig. Nicht nur die Gerichte überzeugen, auch die Cocktails schmecken hervorragend. Und in der schummrig-edlen Atmosphäre genehmigt man sich gerne mal mehr als einen Drink.
Klein aber fein – die Loretta Bar liegt zwar in der Nähe des Sendlinger Tors, ist aber trotzdem nicht touristisch. Hier treffen sich Münchner auf einen frisch gepressten Saft oder einen italienischen Kaffee und blättern in den Zeitschriften. Besonderer Clou: die wechselnden Tapas.
Als der amerikanische Künstler William Eggleston im Jahr 1976 im New Yorker Museum of Modern Art ausstellte, wirkten seine Farbfotos in Schnappschuss-Ästhetik auf das Publikum so ungewohnt, dass die Ausstellung als „the most hated show of the year“ bezeichnet wurde. Heute gilt der 70-Jährige als „Erfinder“ der künstlerischen Farbfotografie und als einer der stilbildenden Fotografen des 20. Jahrhunderts. Das Haus der Kunst zeigt eine umfangreiche Retrospektive.
299 Treppenstufen, die sich lohnen, geht man hinauf in den Turm der Pfarreikirche Sankt Peter. Von oben ist nicht nur der Rundblick über die Stadt herrlich, bei klarem Wetter sieht man sogar die Alpen. Und von hier sind es nur ein paar Schritte zum Jüdischen Museum. Der Bau ist ein Hingucker, die Ausstellung berührend.
Sabine Hölper
Aus der Ausgabe 4 / 2009
