Guter Rat Steuern

Steuer-CD freut Finanzbehörden

Beträchtliche Mehreinnahmen von bundesweit rund 1,25 Milliarden Euro dürfte der Ankauf der in der Schweiz gestohlenen Daten von Steuersündern dem deutschen Fiskus bescheren.
Das ergab eine Umfrage des „Handelsblatts“ bei den Länderfinanzbehörden.

Mehr als 18 000 Selbstanzeigen gingen bis Ende April bei den deutschen Steuerbehörden aufgrund dieser Daten-CD ein. Die meisten Einnahmen entfallen mit 340 Millionen Euro auf Baden-Württemberg, welches aufgrund juristischer Bedenken einen Ankauf ablehnte. Das Land Nordrhein-Westfalen, welches die CD im Februar 2010 für 2,5 Millionen Euro erwarb und deren Auswertung an die anderen Bundesländer weitergibt, erwartet durch die CD 210 Millionen Euro Mehreinnahmen. Der Finanzsenator Berlins rechnet lediglich mit 45 Millionen Euro zusätzlichen Zuflüssen, Brandenburg ist mit 1,3 Millionen Euro das Schlusslicht der Umfrage.

Die tatsächlichen Mehreinnahmen könnten sogar noch höher ausfallen, da bei den Hochrechnungen der Steuersatz mit 34 Prozent für die um durchschnittlich 204 000 Euro höheren steuerpflichtigen Einkommen pro Selbstanzeige noch relativ niedrig angesetzt wurde. Kein Wunder also, dass schon über den Ankauf weiterer Daten-CDs verhandelt wird.
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