Menschen, die die Stadt bewegen

Mediziner und Manager

Karl Max Einhäupl wird zum 1. September neuer Chef der Charité. Der Wissenschaftler will die wirtschaftliche Situation des Klinikums verbessern.
Neuer Charité-Chef: Karl M. Einhäupl
Seit 15 Jahren ist Karl Max Einhäupl in Berlin, trotzdem wissen die, die ihn kennen, von seinem Münchner Charme zu berichten. Wen wundert`s. In München ist er geboren und an der Ludwig- Maximilian-Universität hat er im Jahr der Studentenrevolten mit dem Medizinstudium begonnen. Es war der Anfang einer Karriere, die nun mit der Übernahme des Vorstandsposten in der Charité gekrönt wird.

Einhäupl ist lange genug an der Charité, um die Strukturen zu kennen. Bereits im Jahr 1993, ein Jahr, nachdem er von der Isar an die Spree zog, wurde er Direktor der Neurologie, die daraufhin einen Aufschwung erfuhr. „Brillant“ nennen selbst Kritiker seine Leistung. Im Jahr 2006 schließlich übernahm Einhäupl die ärztliche Leitung des Zentrums der Charité für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie.

Einhäupl ist Wissenschaftler mit Leib und Seele, er beschäftigt sich mit Schlaganfällen, Hirndurchblutungen bei Thrombosen, Aids oder Multiple Sklerose. Doch er ist nicht nur Mediziner, sondern hat sich auch als Manager verdient gemacht, zum Beispiel in den Jahren 2001 bis 2006, als er den Wissenschaftsrat leitete. Außerdem hat er im Sprecherrat der Charité-Zentren strategische Entscheidungen mitentwickelt. Trotzdem sieht der 61-Jährige die neue Aufgabe an der Spitze der Klinik als Herausforderung an. „Mir ist bewusst, dass meine neue Aufgabe keine leichte sein wird“, sagt der designierte Chef. Die finanzielle Situation sei schwierig und die Charité habe einen hohen Investitionsbedarf. Auch für mehr Transparenz und weniger Bürokratie wird Einhäupl sorgen müssen. hoel

Aus der Ausgabe 6 / 2008
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